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| Unser Haus wurde geräumt – aber die Brunnen183 lebt. |
Vorangegangen waren Hetzartikel der Springer-Presse und Konsorten, die uns sowie die Liebig14, die Rigaer94 und weitere Hausprojekte in einem Zusammenhang mit „Hassbrennern“ und „Krawallchaoten“ bis hin zur mg stellten und ein „Terrornest“ herbeischrieben. Innensenator Körting und Polizeipräsident Glietsch stehen unter Druck und nutzten diesen herbeigeschriebenen Sinnzusammenhang um Handlungsfähigkeit und Stärke zu suggerieren. Das es nicht zu Stein- oder Molliwürfen aus dem Haus heraus kam, bedauern sie vermutlich. Vor diesem Hintergrund erscheinen die „Warnungen“ durch anonyme Anrufe und Emails an die Bewohnerinnen in einem völlig anderen Licht. Ausschreitungen sollten provoziert werden, um der vorangegangenen Medienhetze ein Grundlage nachzuliefern. Daher rückten die Bullen auch mit einem ganzen Schwarm JournalistInnen an.
Selbst mit diesem Großaufgebot an Polizistinnen ist es ihnen nicht gelungen alle Bewohnerinnen einzufangen. Auf den Dächern fand unbeobachtet von der Menge vor dem Haus ein Parcoursrennen statt. 2 Personen ließen sich festnehmen, nachdem sie auf dem Weg aus einer Tiefgarage umzingelt wurden. Eine Person brachte sich mit einem Sprung aus 6 Meter Höhe, vom Dach eines Supermarktes und an einen Baum in Sicherheit. Das SEK war wohl zu langsam. Bullen sind weder besonders schnell, intelligent noch gut ausgebildet, deshalb treten sie immer in Massen auf.
Genauso wie bei der Räumung der Yorck59 handelte es sich um eine widerrechtliche Räumung. Dies werden die Gerichte im Nachgang mit hoher Wahrscheinlichkeit bestätigen. Doch ebenso klar ist, dass das keine
weiteren Auswirkungen haben wird. Für uns als Bewohnerinnen steht fest: Legal, Illegal, Scheißegal!
In der Presse ist die Rede von 21-23 Bewohnerinnen. Tatsächlich lebten in diesem Haus 47 Personen. Einige verließen aus wichtigen Gründen bereits vorher das Haus. Andere waren gerade außer Haus, als die Polizei anrückte. Und alle müssen nun irgendwo unter kommen, denn der Winter steht vor der Tür.
Für die Brunnen183 kann es kein Ersatzobjekt geben. Denn die Außenwirkung des Projektes im Zentrum Berlins war enorm: bunt, antikapitalistisch, liebenswert. Es war Teil des Kiezes und mit dem berühmten Umsonstladen wurde eine praktische Alternative zum kapitalistischen Verwertungssystem geschaffen.
Die Nutzerinnen gaben sich zuletzt die Klinke in die Hand, ein stetes Kommen und Gehen, Bringen und Mitnehmen. Auch die selbstorganisierte Weitergabe von Essenslieferungen der Tafel e.V. zog immer mehr Nutzerinnen aus der Nachbarschaft und darüber hinaus an.
Die Brunnen183, eines der letzten besetzten Häuser Berlins ist verloren. Die Liebig14, die Rigaer94, der Schwarze Kanal noch nicht. Für uns steht fest. Den Verbalradikalismen müssen nun Taten folgen, ansonsten sind sie die nächsten die geräumt werden und der Traum ist aus.
Wir rufen auf:
Runter von der Couch und raus auf die Straße! Demonstrationen sind wichtig – befreite Demonstrationen sind besser, denn solange diese in einem Bullenspalier laufen müssen, sind unsere Inhalte schwer vermittelbar. Nicht verhinderbare direkte Aktionen sind die Ausdrucksform die wir uns wünschen. Egal ob bei einem Weihnachtsempfang, einer Preisverleihung oder einer Pressekonferenz lasst den Verantwortlichen, lasst den Wowereits, Körtings und Glietschs keine ruhige Minute mehr. Das wird sie stärker unter Druck setzen, als 50 oder 500 verletzte Polizisten. Wir hoffen auf die gesamte Palette der Möglichkeiten – es muss nicht alles in den mit Bullen zugeschissenen Szenekiezen laufen – Berlin hat viele Straßen die nicht rund um die Uhr unter Beobachtung stehen und in denen der Polizeistaat bereits Alltag geworden ist. Bremen, Hamburg, Dresden es gibt viele Städte in denen Menschen aktiv werden können.
Merry Crisis And A Happy New Fear!
angekündigte Aktionen:
3.12. Brunnen183-Soli-Vokü – 20:00 Uhr
Aktion als erneute Antwort auf die Räumung vom 24.11. vor den zugeschweißten Türen des Umsonstladens. Bringt ebenfalls Klamotten und Gegenstände, die ihr nicht mehr braucht zum Tauschen oder Abstellen vor dem Umsonstladen mit, sodass das Prinzip des Ladens, trotz Räumung aufrechterhalten werden kann! Die Einnahmen aus der Vokü werden zur Repressionskostendeckung genutzt.
5.12.: Demo - 20.00 Uhr, "Wer Wind säht, wird Sturm ernten!"
Sie startet Proskauer Ecke Rigaer Straße und soll dann über den Bersarin Platz und Warschauer Straße nach Kreuzberg führen (Falckenstein Str.-Wrangel - Skalitzer) und dort am Lausitzer Platz enden.
Updates und Infos:
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Mobivideo:
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Quelle:Indymedia Link
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