Hey Ho!
D.I.Y. steht schlicht für "do it yourself". Wer
jetzt an Baumärkte und Heimwerkersendungen denkt, liegt historisch
gesehen nicht völlig daneben... Interessanter ist allerdings
die politische Variante, die anarchistische Elemente mit dem alltäglichen
Leben verknüpft. Die klassische DIY-Attitüde des frühen Punkrocks
z. B. wurde unter anderem durch Bands wie Crass in den frühen
80er mitgeprägt. Instrumenteverlosen bei Bands, individuell
modifizierte Klamotten, selbst kopierte Zines und interessante
Selbstversuche bei der äusserlichen Darstellung waren Haltung
und Notwendigkeit; das komplette Outfit gab's noch nicht zu kaufen.
Da auch hier die Wirtschaft das Potential Subkultur schnell vermarktete,
spaltete sich die Szene. Während viele Bands bei Major Labels
unterkamen, gründeten sich auf der anderen Seite zahlreiche
unabhängige Labels wie z.B. Alternative Tentacles. DIY wurde im Punk
zur Kampfansage gegen Kommerzialisierung.
NetTransfair versteht sich als D.I.Y. Plattform mit Tausch-, Verschenk-Trödel-Flohmarkt...Wir wollen keine Regeln aufstellen, nur Profithaie fliegen raus! Aber manchmal braucht man hier eben auch Euros für eine Tierarztrechnung oder ähnliches. Deshalb ist das Konzept bewußt offen gehalten, soll aber keine Schnäppchenmentalität unterstützen, sondern nichtkommerzielle Selbstorganisationsstrukturen ermöglichen. Grundidee ist hierbei, in Zeiten von Hartz und wachsender Grenzen zwischen Arm und Reich, eine Art virtuellen Submarkt zu schaffen, wo selbst organisiert werden kann. Wir bieten nur die Plattform gegen den Kommerz und Konsum als allein glücklichmachende Droge. Also ist Eigeninitiave gefragt...Ihr könnt hier Termine, Texte, Bilder, Anzeigen, News oder...veröffentlichen. Ihr müsst euch (aus technischen Gründen ) dafür nur registrieren. Die Rubriken sind nur als Anregung gedacht, ob ihr Tickets tauschen, eine Mitfahrgelegenheit sucht, dringend ein Ersatzteil für's Fahrrad/Auto braucht, eine ganz bestimmte Aufnahme von My Way zum Aufstehen oder Kohlen verschenken wollt... Also D.I.Y. or die...
27.4.: Demo 17.30 Uhr Wabe/Ernst-Thälmann-Park
"Wir bleiben Alle! Gegen Kulturkahlschlag. Für den Erhalt alternativer und sozialer Projekte!" Wir lassen uns nicht verdrängen! Wir sind diejenigen, die wissen wie die Stadt gemacht wird, in der wir leben wollen. Wir nehmen es nicht hin, dass der Kampf für beendet erklärt wird. Für den Erhalt aller kulturellen und sozialen Einrichtungen in Pankow. Gegen die Vertreibung alternativer Wohn- und Kulturprojekte in Mitte. Gegen Mietexplosion und Zwangsumzüge. Für die Selbstorganisation der MieterInnen. Von KvU, Linie 206, Kastanie, Tacheles über Senioren-Begegnungsstätte bis Club und Späti, unsere Antwort auf die Eigentumsfrage: Wir bleiben alle!
27.4. ab 15.00 Uhr Kundgebung, Kleinkunst, Musik und... Start der Demonstration um 17.30 Uhr.
Einige Kiezinitiativen in Mitte und Prenzlauer Berg
BMW-Guggenheim-Lab vom 15.6.-29.7. im Pfefferberg geplant
Wie verschiedene Zeitungen übereinstimmend berichten, soll das "BMW-Lab" jetzt endgültig nach Prenzlberg in den Pfefferberg kommen und dort erst drei Wochen später als geplant eröffnen. Wir bezweifeln allerdings sehr, daß das BMW-"Lab" auch in Prenzlberg ohne Proteste über die Bühne gehen wird.
Entgegen aller Behauptungen, dies sei schon immer vorgesehen gewesen, ist übrigens die sogenannte "Gentrifizierung", also die explodierenden Mieten in der Berliner Innenstadt und die damit verbundene Verdrängung von Menschen mit geringen Einkommen, bislang als Thema im "Lab" nicht vorgesehen gewesen und soll nun – so wird behauptet – kurzfristig ins Programm aufgenommen werden. Weiterhin nicht vorgesehen als Themen im Programm sind die die Herkunft des BMW/Quandt-Kapitals aus Arisierungen und Zwangsarbeit sowie die aktuellen Konflikte um Ausbeutung durch Leiharbeit und sogenannte "Werksverträge" in vielen BMW-Werken.
Quelle: Pressemitteilung der Initiative "BMW Lab verhindern!" Link
BMW-Guggenheim-Lab findet im Pfefferberg statt
Die Entscheidung ist nun gefallen: Das BMW-Guggenheim-Lab wird auf dem Gelände des Pfefferberg im Prenzlauer Berg (Schönhauser Allee) aufgebaut und soll vom 15. Juni bis 29. Juli "frei zugänglich" sein. Nach Protesten in Kreuzberg wurde der Plan fallengelassen, das Lab auf der Brache Cuvry-/Schlesische Strasse aufzubauen. Mal schauen, was die Anwohner_innen im Prenzlauer Berg zu diesem Projekt zu sagen haben, welches ihre Zukunft in der Stadt gestalten soll. Wowereit & Co. wollen jedenfalls die Stadt herausputzen und schleifen, um zum Kreis der Weltstädte zu gehören - koste es, was es wolle. Aber es geht nicht nur um Gentrifizierung, Verdrängung und teuere Mieten, auch auf die Vergangenheit von BMW/Quandt und das Thema Zwangsarbeit in der Nazizeit wurde ja schon hingewiesen.
Infos zum Lab: bmwlabverhindern | Berliner Zeitung 20.3. | Tagesspiegel 20.3. | indymedia
25.3.: Besuch beim neuen Hauseigentümer
Es verdichten sich die Hinweise, dass einer der neuen Eigentümer der Linienstr. 206, Bernd-Ulrich Lippert, nicht daran interessiert ist, der derzeitigen Hausgemeinschaft das Haus zu verkaufen, sondern stattdessen die Bewohner entmieten will. Wir, der UntertützerInnenkreis der Linie206, rufen daher dazu auf, dem Eigentümer einen Besuch abzustatten, um ihm klar zu machen, dass in dieser Stadt kein Platz ist für Spekulanten und Investoren.
Es hat sich in jüngster Vergangenheit z.B. beim Schokoladen gezeigt, dass nur der Druck, den WIR in die Öffentlichkeit bringen, indem wir z.B. "Eigentümer" von Wohnprojekten auf die Konsequenzen von ausgrenzenden Verwertungsstrategien aufmerksam machen, Prozesse in Bewegung bringen kann.
Lippert will am 27.3. die Haustürschlösser austauschen. Weil das Haus von den BewohnerInnen als Projekt bewohnt wird, würde ihm der Zugang zu den Treppenhäusern gleichzeitig den Zugang zu den Wohnräumen ermöglichen und ihm die Hausgemeinschaft schutzlos ausliefern. Um zu verdeutlichen, daß wir damit nicht einverstanden sind, werden wir uns am 25.3. vom S-Bhf. Buckower Chaussee auf den Weg zu Lipperts Haus machen. Außerdem werden wir uns am 27.3. ab 09.00 Uhr vor der Linienstraße versammeln, um unsere Solidarität mit dem Haus zeigen.
Treffpunkte:
So 25.3., 15.00 Uhr S-Bhf. Buckower Chaussee
Di 27.3., 09.00 Uhr Linienstraße 206
21.2.: Demo - 17.30 Uhr Pappelallee 81
Die Demo gegen die Schokoladen-Räumung findet wie angekündigt statt. Es gibt keinen Grund zur Entwarnung. Schon früher stieg Friedrich aus Verhandlungen um den Schokoladen aus. Eine Entwarnung kann es erst geben, wenn der Schokoladen gesichert ist. Wir rufen euch darum alle zur Beteiligung an der Demo auf.
21.2. Demo "Schokoladen verteidigen! Gemeint sind wir alle!"
17.30 Uhr, Klub der Republik im Abriss, Pappelallee 81, nähe U-Bhf. Eberswalder Straße
Infos zur Demo: schokoladenverteidigen | indymedia
Schokoladen verteidigen! – Aktionswoche vom 18. – 25. Februar 2012
Räumungstermine am 22. Februar in Berlin: Seit 2005 versucht Markus Friedrich, Fließenhändler und “Eigentümer” der Ackerstraße 169/170, die Nutzer_innen und Bewohner_innen des Hauses vor die Tür zu setzen – bisher allerdings vergebens. Jedoch scheiterten die letzten Berufungsverfahren gegen Friedrichs Räumungsklagen im Dezember und Januar.
Nun will es Friedrich wissen und kündigt für Mittwoch, den 22. Februar die Räumung an. Akut betroffen sind der Schokoladen und weitere Kultur-Projekte im Erdgeschoss.
Der Schokoladen bietet seit 22 Jahren kostengünstige Kultur- und Konzertangebote, Raum für Soli-Partys und die Möglichkeit vom grauen Alltag abzuschalten. Die Räumung würde das Ende eines der ältesten alternativen Kultur-Projekte in Berlin-Mitte bedeuten. Wir werden das nicht hinnehmen und rufen darum vom 18. bis 25. Februar zu einer Aktionswoche gegen die Räumung auf.
Beteiligt euch an den Aktionen. Unterstützt den Aufruf.
Schokoladen bleibt!
[MATERIAL]
- Aufruf zur Aktionswoche Hier lesen
- Flugblatt zur Aktionswoche (Kopiervorlage zum Ausdrucken) PDF (open PSD), PDF (JPG)
[TERMINE] AKTIONSWOCHE GEGEN DIE RÄUMUNG
Sa. 18. Feb. | “Suprise”-Demo am Nachmittag (Infos folgen)
Unser Tip für den Vormittag: Rassisten-Kundegbung in Berlin stören: 10.00 Uhr, Antonplatz, Weißensee. Infos
Unser Tip für den Abend: 24 Stunden Fest im Schokoladen
+++ Schokoladen Mitte soll am 22.02.2012 um 9 Uhr geräumt werden+++
Noch nicht einmal eine Woche nach der verlorenen Verhandlung vor dem Landgericht Berlin wird die Räumung der Gewerberäume des Schokoladens für den 22.02.2012 angekündigt. Damit sind die Schokoladenkneipe, der Club der polnischen Versager, das TiSCH Theater und etliche Atelierräume akut bedroht. Dem Wohn- und Kulturprojekt soll das Herz herausgerissen werden. Obwohl es sich um ein schwebendes Verfahren handelt und es noch wegen einiger Räumlichkeiten Unklarheiten gibt, lässt es sich der Eigentümer Markus Friedrich nicht nehmen, sofort Tatsachen zu schaffen. Leider erweisen sich damit auch die Versprechungen der Politik, den Schokoladen retten zu wollen, als leere Worthülsen. Eigentum geht in diesem Staat vor Allgemeinwohl. Folglich liegt es an uns selbst, mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln gegen diese erneute Bedrohung eines Freiraumes zu kämpfen. Der Trost: wir haben wenigstens uns und darauf können wir uns auch verlassen! Solidarität ist eine Waffe(l). Die Hoffnung stirbt zuletzt!
mehr dazu: kritikdesign
KOMMT ALLE am 22.2.2012 um spätestens 8 Uhr zum SCHOKOLADEN um gemeinsam eine Räumung zu verhindern!!!
Liebe Freunde,
Wir haben uns daher gemeinsam überlegt, ganz persönlich Freunde und mögliche Förderer anzuschreiben und sie um Mithilfe zu bitten. Viele heute prominente Leute haben ihre Wurzeln auch in der Freien Szene und wir glauben, dass sie auch am Erhalt derselben interessiert sind. Wenn der Schokoladen stirbt, stirbt ein großartiges Projekt, welches in den über 20 Jahren seines Bestehens nicht nur unzähligen künstlerischen Projekten zum Start verholfen hat, sondern gerade wegen seiner nicht kommerziellen Struktur diese überhaupt erst ermöglicht hat. Eine Berliner Ideenschmiede, die weit über die Grenzen der Stadt und des Landes hinaus bekannt ist, einen Teil der so oft besungenen Berliner Szene bildet und nun auf Grund sicher berechtigter privater Interessen dem Untergang geweiht ist. Abhilfe würde eine Entscheidung der Berliner Politik schaffen, dem Eigentümer des Objektes alternative Areale anzubieten, um uns den Kauf des Objektes zu ermöglichen. Diese Entscheidung zu befördern, brauchen wir Hilfe. Wir haben eigens dafür diese Website eingerichtet, die neben weitergehenden Informationen folgende Möglichkeiten bietet:
Unterzeichnung eines offenen Unterstützerbriefes an den Berliner Senat
Unterstützung einer Plakataktion des Schokoladens mit einer Unterschrift,
die veröffentlicht werden darf
Verfassen eines eigenen Spruches auf Schokoladen-Plakat evtl. mit Foto und Unterschrift
(wird von uns gedruckt und geklebt)
Wir wenden uns an Euch, weil nach aktueller Lage unsere Tage gezählt sind, wenn nicht möglichst viele Künstler und andere bewusste Menschen unser Anliegen unterstützen und so vielleicht ein wenig politischen Druck ausüben.
Im Februar letzten Jahres wurde die Liebig 14 durch ein massives Polizeiaufgebot geräumt. 25 Menschen verloren ihr Zuhause und Berlin verlor einen weiteren Ort für alternative Kultur, für emanzipatorische politische Organisation. Ein Ort des Widerstands wurde auseinandergerissen und ein Gebäude wurde wieder der vollen kapitalischen Verwertung zugeführt. Gleich nachdem wir draußen waren, begann schon die Renovierung, das Haus wurde aufgeteilt in separate individuelle Wohnungen für individuelles Leben und nette kleine Lebensformen bezogen die bereitgestellten Kästchen. Bald zeugten nur noch Farbbeutelreste an der Fasade von der sprudelnden und unfrisierten Gemeinschaft, die mehr als 20 Jahre lang das Haus belebt hat. Selbst die Adresse der Liebig 14 wurde ausgelöscht, das Tor der Nr. 14 versiegelt und die neuen Bewohner_innen betreten das Haus über einen Eingang der Seitenstraße. Um ihrer Sicherheit willen, versteht sich.
Wir sind nach der Räumung in kollektiver Wut auf die Straßen gezogen. Ein Jahr danach fordern wir Euch auf, die Straßen wieder in Euren Besitz zu nehmen …
– Weil Räumungen, vom Linienhof zum Schokoladen, von der Köpi bis selbst zum Tacheles, weiterhin emanzipatorische Projekte auseinanderreißen…
– Weil unsere Niederlagen und Verluste nicht vergessen werden dürfen sondern unsere Wut weiterhin nähren müssen …
– Weil wir uns wehren müssen gegen den Nihilismus des Kapitalismus, der uns erstickt … Wehren gegen eine Stadt, die für den Profit gemacht ist …
Wir weigern uns diesen Angriff auf unsere Stadt und alle Städte hinzunehmen, die von einem Markt-Totalitarismus und seinen politischen Ja-Sager_innen ausgeführt wird.
Wir machen unsere Melancholie zu einer Waffe!
ERHEBT EUCH, LEBENDIGE TOTE!
Wir, die Zombies der Liebig 14, sind aber nicht die einzigen Untoten, die von Gentrifizierung und in die Höhe schnellenden Mieten verjagt durch die Stadt laufen. Zombies im Job-Center, die sich mit sinnlosen 1-Euro-Jobs herumschlagen. Zombies! Verloren in den Katakomben der Lohnsklaverei. In der Schlange mit düsteren, verfaulenden Gesichtern an der Supermarkt-Kasse, in der U-Bahn. In ihren leblosen Augen spiegelt sich keine Hoffnung, wenn sie in den frühen Morgenstunden draußen auf der Straße, einem unnatürlichen Zwang folgend die Rufe unseres Körpers, das Verlangen nach Schlaf, ersticken. Zombies in den Büros, Zombies in der Schule, Zombies überall. Wenn wir Zombies zusammenkommen, zerschlagen wir die konstruierte Ruhe! Wenn wir in unserer Melancholie und Frustration zusammen sind, finden wir Stärke! Das Einzige, was noch unheimlicher ist als überall Zombies:
ZOMBIES GEMEINSAM AUF DER STRAßE!
Dies ist ein Aufruf. Überall nehmen sich Zombies die Straßen und Städte zurück. Berlin wird keine Ausnahme sein.
ab 21:00 Soliparty für Prozesskosten der Räumungsrepression mit „Berlinska Dróha“ und „Čorna Krušwa“. Danach Punk, Wave, Indie vom Band mit DJ Alusie
in der KvU (kremmener Str. 8-11)
10:00 Mahnwache! vor der Liebig 14 und im XB-Liebig
Den ganzen Tag Performances, Workshops, Diskussionen (von Radical Theory Berlin), Musik und warme Suppe mit den Kleinschmitz, Zaungäste, Čorna Krušwa, Mary Ocher, Geigerzähler
und diverse Kleinkünstler_innen
Convoi Wagenplatz
10:00 Den ganzen Tag Feuertonne und warme Getränke
17:00 Konzert mit Budyet und später „Sing to Death Karaoke“
ab 19:00 Konzert im Jugend[widerstands]museum Galiläakirche
(Rigaerstraße 9-10) mit
- Road Kill Zombies
- Levitations
- Zerfall
- Sandy Bird
ab 12:00 Warm-up mit Schminken und Frühstück im Fischladen
(Rigaerstraße 83)
15:00 LIEBIG 14 – RETURN OF THE LIVING DEAD
Zombie-Parade
Bersarinplatz
Solikonzert im AGH und Party im Keller (Köpi)
Antirepressions Solikonzert & Party: Liebig 14 Nerver R:I.P.
Konzert: Beginn pünktlich um 20:30 Uhr
„Filou“ (Reggae, Sänger vom Berlin Boom Orchestra Solo aus Berlin) – „Pink Monkey Stuff“ (etwas mit Funk aus Berlin) – „Feine Sahne Fisch Filet“ (Ska-Punk aus Mecklenburg-Vorpommern)
ab 23:00 Uhr DJs im Keller:
„North Korean Rude Boys and Girls“ (Reggae, Soul, Ska, Roots) – „Dr. Jekill und Mr. Hide“ (Reggae, Soul, Dub)
Weitere Termine werden folgen: Schaut mal wieder auf
Update 16.50: Zomias Verdopplung bislang ein Erfolg: Die Verhältnisse wurden offen gelegt, Stadt Hamburg offenbart Haltung gegen Wagenplätze.
Update 16.50: Zomias Verdopplung bislang ein Erfolg: Die Verhältnisse wurden offen gelegt, Stadt Hamburg offenbart Haltung gegen Wagenplätze.
Publiziert am 23. November 2011 von nadann12
„Interessant“ als Alternative sei die Fläche in der Schützenstraße, so hieß es bis gestern abend von der SPD-Altona im Gespräch. „Informationen“ zu bekommen und die Fläche „zu prüfen“ würde leider zu lange dauern, hieß es weiter. Vor Donnerstag könne man das vergessen, aber ein Ultmatium brauche es trotzdem. Deshalb solle Zomia zur nicht geeigneten Fläche am Holstenkamp fahren, um das nicht sachliche, sondern politisch SPD-intern gesetzte Ultimatum einzuhalten. Danach würden dann sicherlich Flächen geprüft, gesucht, gefunden, akzeptiert…..
Was ist da dran? Sucht die Stadt eine Lösung für Zomia?
Nachdem Zomia die Fläche an der Schützenstraße nun mit einer öffentlichkeitswirksamen Aktion zur Prüfung für einen neuen Wagenplatz vorgeschlagen hat, gab es auf einmal sehr schnell Informationen über die Fläche.
Die Stadt hätte nun zeigen können – nachdem Zomia wie immer wieder seitens der SPD gefordert die Altonaer Bezirksgrenzen überfahren hatte – , dass die Angebote, eine echte längerfristige Lösung für einen neuen Wagenplatz in Hamburg zu suchen mehr als Lippenbekenntnisse waren. Aktuell hat Altona jedoch die heutige Aktion nicht konstruktiv genutzt: Was Markus Schreiber in Mitte ein Jahr lang nicht durfte wird nun von Altona angedroht: Die Räumung des Wagenplatzes in der Schützenstraße stünde nun (16.30) unmittelbar bevor. Dies wurde mit einem massiven und demonstrativen Aufgebot an Polizisten und Gerät gegen die kickernden und Kaffee trinkenden Menschen unterstrichen.
Die einzige Alternative sei der Holstenkamp, hieß es auch heute wieder. Dies führt die Versprechungen, eine langfristige Alternative für Zomia sollte gesucht werden, ad absurdum. Worum geht es denn eigentlich? Geht es Altona darum, eine Lösung zu finden? Ging es denn jemals darum? Oder geht es vielmehr darum, einen SPD-internen Bruch zu vermeiden und Markus Schreiber mit seiner kategorischen Anti-Wagenplatz Haltung im gesamten Bezirk Mitte den Rücken frei zu halten? Nach dem Motto: Wenn sie erstmal aus Mitte weg sind, krägt kein Hahn mehr nach ihnen?
In Wilhelmsburg, im Bezirk Mitte, steht “Zomia A” auf einer perfekt geeigneten Fläche, die nicht verplant ist. Wenn es in Altona keine Fläche gibt ausser eine selbst von der SPD als ungeeignet befundene, warum sollen wir da hin? Ist es glaubwürdig, was in den letzten Tage und Wochen in der Presse versprochen wurde hinsichlich einer langfristigen Lösung?
Dies wird sich nicht nur der Bezirk Altona, sondern auch der Bezirk Mitte, sowie der im Hintergrund agierende Senat fragen lassen müssen.
Die symbolische Aktion auf der Schützenstraße wird in diesen Minuten unter massiver Polizeipräsenz beendet.
Eine Demo startet von der Schützenstraße zum Altonaer Rathaus.
am 17.9 haben sich ca 1 million people in der wallstreet versammelt um dort 3 tage zu übernachten. die cops haben später mit tränengas und schlagstöcken eingegriffen, nachdem sie das bankenviertel abgeriegelt haben. twitter wurde zeitweise für die nachrichten, die wallstreetbesetzung betrefend gesperrt, facebook ebenfalls. lediglich cnn brachte eine ganz kurze nachricht, die aber von einer eilmeldung unterbrochen wurde. Der Reporter meine "nobody knows what they want!"
http://www.livestream.com/globalrevolution
Achtet auf den chat rechts, da werden manchmal neue links gepostet. der livestream wird seit der bullenattake nur noch unregelmäßig akktualisiert.